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Geschrieben von: Peter Mnich Sonntag, den 20. Juni 2010 um 18:44 Uhr
Die 1. D-Jugend des VfL Potsdam unter Trainer Frank Hanisch gewann an diesem Wochenende nach einer nahezu sensationellen Turnierleistung verdient die (nicht vorhande-ne) Silbermedaille. Nach einem Siegeszug durch Kreis- und Oberliga durfte die D-Jugend als ungeschlagener Landesmeister zusammen mit Vize Eberswalde die Farben Brandenburgs bei der Bestenermittlung der ostdeutschen Bundesländer in Dessau am 19./20. Juni vertreten. Die beiden Erstplatzierten der 6 Bundesländer treten bei diesem Turnier in 2 Staffeln gegeneinander an. Zusammen mit dem „Trainerstab“ (Torwarttrainer Karsten und Teambetreuer Peter) hatte sich die Mannschaft im Vorfeld intensiv auf dieses Wochenende vorbereitet. Wie in der gesamten Saison unterstützten auch diesmal der zahlenmäßig vermutlich stärkste Fanclub (auch Eltern und Familien genannt) das Team beim Turnier in der Anhalt-Arena. In unserer Staffel starteten wir am Samstag um 10:00 Uhr zuerst gegen den 2. aus Sachsen-Anhalt, dem HC Einheit Halle. Und es entwickelte sich ein typisches „erstes Spiel“: die Jungs waren noch nicht richtig da, die Manndeckung war zu löchrig und vorne wurden die Chancen nicht richtig verwertet. So stand es nach den ersten gespielten 10 min erst 5:3 für die Potsdamer. In der 2. Hälfte kamen wir etwas besser in Fahrt und letztendlich besiegten wir nach einem fahrigen Spiel die Hallenser mit 12:8. OK, das erste Spiel war im Sack, um 11:00 Uhr ging es dann gegen Grubenlampe Zwickau aus Sachsen. Janek, Lukas und insbesondere Levi legten los wie die Feuerwehr und wir führten schnell 8:2. Auch wenn die Manndeckung etwas besser funktionierte, so ließ unsere Abwehr immer wieder die agilen Zwickauer zum Wurf kommen. Zur Halbzeit führten wir mit 12:7. Der Start in Spielzeit 2 gelang nicht so, wie wir es uns vorgestellt hatten. Über 15:11 und 16:14 arbeiteten sich die Sachsen noch einmal heran. Aber wir ließen uns den 2. Sieg nicht mehr nehmen und hatten nach dem 19:15 Endstand insgesamt 4 Punkte im Plus. Nach der Mittagspause wartete um 13:30 Uhr der von uns mit am stärksten eingeschätzte Vize aus Berlin, der TSV Rudow. Im Vorfeld hatten wir das Spiel der Rudower gegen Schwerin gesehen, welches die robusten Berliner nur ganz knapp verloren hatten. Mit halbwegs verdauten Nudeln im Magen startete unser Mannschaft um Käpt`n Jakob fulminant – nach 10 sec knallte es im Gebälk der Rudower, Janek hatte zugeschlagen. Und es entwickelte sich eins der besten Spiele der Potsdamer – in der Deckung wach und fleißig, nach vorne eine Kombination nach der nächsten mit wunderschönen Abschlüssen. Und im Tor ein richtig gut aufgelegter Malte, der 17 Würfe und einen Siebener parierte. Wir gingen mit einem 12:6 in die Pause, wohlwissend, dass die Farbe noch nicht trocken war. Stefan kam in der zweiten Hälfte von der Bank und brauchte geschätzte 7 sec, um von außen das erste Mal die Maschen zum Erzittern zu bringen. Wir ließen jetzt nichts anbrennen und konnten unsere treuen „Ergänzungsspieler“ Sven und Tobi bringen; die waren sofort im Spiel und rackerten hart. Svenni nutzte mal wieder rotzfrech seine erste Chance und erzielte das letzte Tor zum Endstand von 20:10. Mit dieser Leistung hatten wir eine kleine „Duftmarke“ gesetzt. Nach einem Match Pause mussten wir gegen den Meister aus Meck-Vor `ran, den SV Post Schwerin. Und wie es so manchmal ist, nach einem hervorragenden Spiel folgt oftmals ein grottenschlechtes. Wir kamen überhaupt nicht ins Spiel, verwarfen die ersten 3 Würfe bzw. der gute Schweriner Keeper machte uns einen Strich durch die Rechnung. Selbst einen Siebener konnte der sonst so sichere Janek nicht verwandeln – erst nach 5:27 min gelang uns das erste Tor. Patti konnte zum Glück u.a. noch 2 Treffer `draufpacken und so lagen wir zur Halbzeit nur mit 4:5 zurück. In der Pause versuchte der Trainerstab, die D-Jugend auf das gemeinsame Ziel zu fokussieren – Platz 1 oder 2 in der Staffel, welcher zur Teilnahme am Halbfinale berechtigte. Leider gelang zu Beginn der zweiten 10 min die Umsetzung nur suboptimal. Wir haderten mit den Schiedsrichtern, die in unserer Wahrnehmung den Gegner klar bevorteilten. Aber unsere Jungs wollten…auch Pfostentreffer und vergebene Chancen konnten sie nicht von einem erzwungenen Sieg abhalten. In Unterzahl kassierten wir noch den Treffer zum 12:11, spielten dann clever die Zeit runter und konnten danach nicht mehr vom Tabellenplatz 1 der Staffel gestoßen werden. Um 16:00 Uhr stand der HSV Ronneburg, der Landesmeister Thüringens gegen uns auf der Platte. Über die Leistung in Hälfte 1 wollen wir gerne mal den Mantel des Schweigens legen – Ronneburg führte mit 9:7 gegen uns. Es ist aber bezeichnend für diesen D-Jahrgang, dass er immer an sich glaubt, dass er kämpft und spielerisch unheimlich viele Optionen mit seinen starken Spielern hat. Bezeichnend dafür das super Anspiel von Jakob via Bodenpass auf den leicht lädierten und bandagierten Lukas, der wieder mal ausgleichen konnte (9:9). Daneben lief (mal wieder) ein Janek Hesselmann heiß, der durch seinen schnellen Antritt und seine Finten 7 wunderschöne Treffer erzielen konnte. Ein nicht optimales Spiel mit 16:13 am Ende eines Tages nach Hause zu bringen, ist auch Synonym für Qualität! So standen wir ungeschlagen an der Staffelspitze und waren damit im Halbfinale – dass wir gegen den BFC Preussen Berlin bestreiten durften. Nach einem gemütlichen Grillabend und einer lustigen Nacht hatten wir am Sonntag um 09:00 Uhr gleich das erste Spiel. Halbfinale – das Team wollte mehr. Gut erwärmt und aufgeheizt brannten die Potsdamer ein Offensivfeuerwerk ab, welches nicht nur die Berliner beeindruckte. Levi „Sharpshooter“ Schwark machte seinem Namen alle Ehre, Janek und Luki standen dem in nichts nach. Die Abwehr arbeitete hervorragend, so dass Malte insbesondere bei den entscheidenden Würfen (u.a. 2 Siebenmeter) glänzen konnte. Die Berliner Trainerin nahm relativ schnell die erste Auszeit – nutzte aber nicht viel. Jakob`s Mannschaft spielte Handball – und zwar auf ganz hohem Niveau. Nach 15 min (am 2. Tag wurde 2x15 min gespielt) führten die Kirschsteigfelder mit 16:9. Da uns der Start in Halbzeit 2 nicht immer so gut gelang, versuchten die Jungs gleich da anzuschließen, wo sie aufgehört hatten. Preussen kam ran (17:12, 18:13); Trainer Hanisch nahm eine Auszeit und wir legten einen 1a „Theo“ auf die Platte, den Luki mit einem tollen Heber abschloß. Gregor erzwang mit viel Willen seine 3 Treffer, denn der VfL wollte beweisen, wer in Berlin-Brandenburg die Nr. 1 ist! Eine Minute vor Spielende stimmte der beste Fanclub schon FINALE an – nach dem Abpfiff gab es kein Halten mehr! Eine hervorragende Leistung ebnete den Weg ins Endspiel, das die Potsdamer absolut verdient hatten. Nach diesem Spiel gab es von vielen Seiten Lob und Respekt für die Leistung der Mannschaft von den anderen Teams und den Trainern. Das zweite Halbfinale gewann relativ klar der Favorit, der SC Magdeburg, gegen Schwerin. Im kleinen Finale erkämpften sich die Preussen gegen die Schweriner verdient den 3. Platz; Glückwunsch, ein schönes Ergebnis für die Region. Im Finale um kurz nach 12 standen sich dann der VfL Potsdam und der SC Magdeburg gegenüber. Hochmotiviert ging unser Team ins Match. Eine sehr intensive Begegnung entwickelte sich, die die Schiedsrichter aber gut im Griff hatten. Die Magdeburger deckten sehr hart, wir ließen uns davon nicht beeindrucken, sondern nahmen den Kampf an. Spielerisch glänzten beide Seiten – zu Recht standen diese Teams im Finale. Immer wieder zogen wir durch schöne Spielzüge vor das gegnerischeTor – und jeder der 6 Feldspieler machte seinen Treffer. Mittlerweile hatten die Jungs die Manndeckung auch lieben gelernt – denn diese spielten sie nahezu perfekt. Viele Möglichkeiten hatten die starken Magdeburger nicht und Malte hatte auch was dagegen...so stand es nach den ersten 15 min 14:12 für den VfL. Die Magdeburger erwischten den besseren Start in die zweiten 15 Minuten. Schnell wurde ausgeglichen und keine Mannschaft konnte sich einen großen Vorteil erspielen. Das lag auch an den beiden sehr guten Magdeburger Torhütern, die zahlreiche Einwurfmöglichkeiten der Potsdamer vereitelten. Es blieb eng – 2 min 30 vor Ende des Spiels kassierten wir eine 2 min Strafe. Das nutzten die Sachsen-Anhaltiner gnadenlos aus und trafen zum 20:19. Frank Hanisch nahm 15 Sekunden vor Ende eine taktische Auszeit – das Team wollte mit einem angesagten Spielzug den Ausgleich erreichen. Das klappte auch hervorragend, leider landete der Ball nur am Pfosten. So verloren wir nach einer Serie von 34 gewonnenen Spielen in der gesamten Saison das letzte Match in diesem D-Jahrgang mit einem Tor Unterschied. Aber was heißt verloren? Wir haben einer starken Magdeburger Mannschaft alles abverlangt und gratulieren herzlich als faire Sportsleute zum Sieg. Das gesamte Team kann auf eine sensationelle Saison und eine hervorragende Performance bei der Bestenermittlung richtig stolz sein. Das war Werbung für den Handball und der VfL Potsdam hat zumindest den höchst inoffiziellen Titel „Meister der Herzen“ klar für sich entscheiden können! Bei der anschließenden Siegerehrung gab es dann noch ein i-Tüpfelchen: die Trainer aller Mannschaften einigten sich auf Janek Hesselmann als besten Spieler des Turniers! Herzlichen Glückwunsch, Janek, diese Wahl trifft den Richtigen! Nicht nur ein aufregendes Wochenende geht zu Ende – sondern auch die Zeit des Teams des Jahrgangs 1997 mit ihrem Trainer Frank Hanisch. Das waren 2 Jahre voller Erfolge und Spaß – wir sagen „VIELEN DANK“ an den besten Trainer, Kümmerer und Organisator! Ein Dank geht auch an die Eltern – nicht nur für die sportliche Leistung am Wochenende, sondern für die Unterstützung der Spieler über die gesamte Saison. Alle haben jetzt Zeit, ihre aufgeklatschten Hände und die arg ramponierten Stimmbänder zu regenieren – oder die verloren geglaubten Sachen (wie Schuhe) weiter zu suchen… Der Vizemeister der Bestenermittlung 2010, der VfL Potsdam sind: Malte Mnich (TW) Jakob Käpt`n„Roggisch“ Morawe; Levi Schwark, Gregor Polowzyk, Janek Hesselmann, Patrick „Patti“ Voß, Lukas „Luki“ Urban, Stefan Weihrauch, Sven „Svenni“ Scherfenberg, Tobias Fiedler, Adrian „Adi“ Berger
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